Babykram & andere Entschuldigungen

Zuerst möchte ich mich an dieser Stelle entschuldigen. Und zwar bei allen, denen ich in den letzten Monaten auf den Senkel gegangen bin. Ich sage Euch jetzt, das wird sicher auch noch eine Weile so weitergehen.
Auf den Senkel, womit? Babykram. In den letzten Monaten der Schwangerschaft und seitdem der Mini da ist, dreht sich mein Leben nur noch um das eine Thema: Babykram. Ich weiß, dass das Thema viele wahrscheinlich derbe nervt, weil sie damit nicht viel anfangen können (kinderlos oder Kinder groß. Es ist aber so, dass mein Schiff momentan einfach vom Mini gesteuert wird, heißt, ich muss mich nach ihm richten und Dinge so einplanen, dass sie für uns beide angenehm sind.
Ich bin sehr stolz auf mein Kind und das ist auch der Grund, warum ich gern von ihm erzähle, Bilder in die Runde werfe und Kleidung für Babies nähe.

Früher habe ich immer gesagt, dass ich immer ich selbst bleiben werde und mich niemals ändere, für niemanden. Aber mein Leben und auch meine Persönlichkeit haben sich verändert. Ich bin Mutter geworden und in meinem Leben haben andere Dinge Priorität. Welche Windel hält die 12 Stunden Schlaf in der Nacht durch? Wann ist der nächste Termin beim Kinderarzt? Was packe ich in meine Wickeltasche? Wo ist schon wieder das Lieblingskuscheltier?

Ich war nie ein Ich-bezogener Mensch, aber es gab in meinem Leben schon den einen oder anderen Moment, wo ich mich sortieren musste.
Als großes Beispiel nenne ich gern den Umzug in ein neues Leben. Von Bremen nach Hamburg zu ziehen ist mir nicht so leicht gefallen, wie ich damals behauptet habe. Die Familie und Freunde nicht jeden Tag spontan sehen zu können, hat mir damals echt zu schaffen gemacht und ich brauchte ziemlich lange, bis ich mich an meine neue Umgebung gewöhnt hatte.
Leider haben nicht alle verstanden, dass sich mein Leben komplett geändert hat und ich mich erst sortieren musste. Es tut mir in der Seele weh, dass Freundschaften einen Knacks bekommen haben und der Kontakt abgebrochen ist.
Auch heute nach vier Jahren in Hamburg habe ich hier wenige Kontakte und sehne mich nach einer guten Freundin, mit der man einfach mal quatschen kann. Und wenn es nur am Telefon ist.
Ich bin immer sehr glücklich und euphorisch, wenn sich jemand zu Besuch ankündigt und traurig, wenn er/sie wieder gehen muss.
Diese Veränderung fiel mir nicht leicht und manchmal wünsche ich mir, ich hätte diesen Schritt nie getan, ABER ich bin auch sehr glücklich hier. Ich mag meine Umgebung, ich liebe es, hier zu sein und nicht woanders. (auch wenn es manche nicht verstehen können/wollen, dies ist mein Leben und ich habe es mir so ausgesucht und es macht mir Spaß An diejenigen, die sich hier angesprochen fühlen, ich vermisse Euch sehr und es tut mir leid, dass ich nicht sooft nach Bremen gekommen bin, um Euch zu sehen.

Aber zurück zum Thema.

Als ich erfuhr, dass ich schwanger bin, habe ich mich so sehr gefreut. Wir haben uns schon lange ein Kind gewünscht und endlich hat es geklappt.  Die ganze Schwangerschaft verlief wunderbar. Ich hatte keine Probleme, außer in den ersten drei Monaten (Dauerübelkeit).
Die Geburt unseres Piratens verlief allerdings nicht so reibungslos und war geprägt von Angst, Schmerz und Unsicherheit. Glücklicherweise ist alles gut gegangen und der Mini kam am 19.04.2014 gesund und munter zur Welt.
Schwubbdiwubb hat sich mein komplettes Leben um 180 Grad gedreht.

Leider haben wieder einige Menschen nicht verstanden, dass ich erstmal 24 Stunden am Tag für das Würmchen da sein musste. Ich habe wenig geschlafen, hatte mit Schmerzen zu kämpfen und musste mich irgendwie neu organisieren. Das war erstmal gar nicht so leicht. Hatte ich mich doch zuvor nie mit Kümmelzäpfchen, Dauermüdigkeit, Bäuchleinöl und Narbenpflege beschäftigt.

Eine neue Welt eröffnete sich, eine Welt, die ich relativ schnell lieben lernte, auch wenn es nicht einfach war. Ich hatte gerade in der Anfangszeit eine super Unterstützung vom großen Piraten, der mir einiges abgenommen hat, wenn ich mal wieder während des Stillens eingeschlafen bin oder einfach mal liegen musste. Wir haben das schon gewuppt und mittlerweile sind wir ein eingespieltes Team, dem Mini fehlt es an nichts und entwickelt sich wunderbar, sodass man nur stolz sein kann.

Seitdem der Mini da ist, werden wir regelmäßig auf ihn angesprochen (diese und andere komische Erfahrungen erfahrt ihr im nächsten Blogeintrag)…

Also… Sorry, wenn ich nerve und immer wieder vom Mini reden, posten, bloggen muss, das wir noch eine Weile so weitergehen. Und wer es nicht hören oder lesen will, der ignoriert es einfach :-P

Und jetzt geht Mutti eine Runde Sonntagskuscheln…

Bis dann… machts gut.

21.9.14 10:47

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